Schutz vor Einbrüchen und Trickdiebstahl

In den letzten Monaten und Jahren kam es vermehrt zu Einbrüchen und Trickdiebstahlfällen in Karlsruhe und Umgebung. Was kann jeder von uns tun? Wir haben mit Vertretern der Polizei gesprochen und Hinweise und Ratschläge für uns alle zusammen gefasst.

„Mein Nachbar passt mit auf”

Eine präventiv wirkende Nachbarschaftshilfe der gegenseitigen Unterstützung, die übrigens in vielen Städten und Gemeinden mit Erfolg eingeführt wurde, ist das erste und einfachste Mittel. Gegenseitiges Aufpassen, Ansprechen von Personen, die sich seltsam verhalten (offensichtlich nicht hierher gehören, Fotos von Häusern machen, forsch in die Vorgärten eindringen …) und Auffälligkeiten notieren! Vielfach wird diese besondere Wachsamkeit nach außen hin durch den Aufkleber signalisiert: „Mein Nachbar passt auf!“

Polizei rufen

Bei auffälligem Verhalten von Personen und anderen Begebenheiten, die Ihnen verdächtig vorkommen, rufen Sie die Polizei an – die Telefonnummern stehen hier links in Rot.

Wohngebäude vor Einbruch schützen

Mit relativ einfachen Mitteln ist es schon möglich, sich gegen Einbruch zu schützen. Wirksamer wird der Schutz allerdings, wenn man geprüfte Technik nach DIN in Haustüren, Terrassen- und Balkontüren sowie in Fenstern nachrüstet bzw. beim Neubau gleich von Anfang an einbezieht. Wer sich auf der sicheren Seite sehen will, sollte den Fachmann zu Rate ziehen.

Kostenlose Sicherheitsberatung durch die Polizei

Die Polizei erklärt: Über ein Drittel der Einbrüche bleiben im Versuch stecken, nicht zuletzt wegen der sicherungstechnischen Einrichtungen. Die Polizei bietet daher eine kostenlose und produktneutrale Sicherheitsberatung an. Nutzen Sie die Chance und lassen Sie sich unter Tel. 939-5045 einen Termin geben.

Trickdiebstahl

Für Trickdiebe gibt es nur ein Hindernis , das sie überwinden müssen: die gesperrte oder geschlossene Wohnungstür. Daher sollten Sie zum Schutz vor Trickdieben folgende Ratschläge der Polizei beherzigen:

  • Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung!
  • Sehen Sie sich Besucher vor dem Öffnen durch den Türspion oder mit einem Blick aus dem Fenster an und machen Sie von Ihrer Türsprechanlage Gebrauch.
  • Öffnen Sie die Wohnungstür niemals sofort – legen Sie immer Sperrbügel oder Sicherheitskette an.
  • Ziehen Sie telefonisch eine Nachbarin oder einen Nachbarn hinzu, wenn unbekannte Besucher vor der Tür stehen, oder bestellen Sie die Besucher zu einem späteren Termin, wenn eine Vertrauensperson anwesend ist.
  • Überlegen Sie bei angeblicher hilfebedürftiger Lage von Fremden an der Tür (Beispiel: Bitte um Schreibzeug oder um ein Glas Wasser): Woher sollte der Nachbar die Besucher wirklich kennen? Warum wenden sich die Besucher im Notfall nicht an eine Apotheke, eine Gaststätte oder ein Geschäft, sondern an eine Privatwohnung?
  • Fordern Sie von Amtspersonen immer den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig (nach Druck, Foto und Stempel).
  • Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde oder der Polizei an.
  • Lassen Sie Handwerker nur dann herein, wenn Sie sie selbst bestellt haben.
  • Wehren Sie sich gegen zudringliche Besucher notfalls auch energisch. Sprechen Sie sie laut an und rufen Sie um Hilfe.
  • Pflegen Sie Kontakt zu älteren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern. Machen Sie ihnen das Angebot, bei fremden Besuchern an der Wohnungstür zur Sicherheit hinzuzukommen, und übergeben Sie für solche Fälle die eigene Telefonnummer.

Es gibt keinen Grund für übertriebene Ängste und Unruhe. Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Helfen wir uns gegenseitig und achten wir aufeinander.